Katzenelend verhindern: Kastrationsaktion ab 15. Januar

Foto: TSB

Straßenkatzen kennen viele nur aus dem Ausland. Doch auch hierzulande leben Millionen frei lebende Katzen, die kein Zuhause haben. Das Leid der Straßenkatzen ist über die Jahre zu einem der größten Tierschutzprobleme in Deutschland geworden. Straßenkatzen in Deutschland leiden im Verborgenen. Sie sind meist scheu, leben auf verwilderten Grundstücken, verlassenen Fabrikgeländen oder Friedhöfen und meiden Menschen. Dadurch bleibt das Leid dieser Tiere für viele unsichtbar, nicht aber für die Mitgliedsvereine des Tierschutzbundes. 92 Prozent von ihnen haben direkten Kontakt zu den frei lebenden Tieren. Wild lebende Popualtionen werden gefüttert, einzelne Tiere werden eingefanfen und Kastriert, auch medizinisch versorgt. 

Denn 99 Prozent der Straßenkatzen sind krank. Das berichten unsere Mitgliedsvereine, die größtenteils täglich mit den Tieren zu tun haben. Jede 20. ist sogar todkrank. Am häufigsten leiden die verwilderten Katzen unter Parasiten, Unterernährung und Infektionskrankheiten wie beispielsweise Katzenschnupfen.

Straßenkatzen sind die Nachkommen von nicht kastrierten Hauskatzen, die Freigang hatten, oder auch von ausgesetzten oder zurückgelassenen Tieren. Darum sind sie auf die Hilfe von Menschen angewiesen: Als domestizierte Tierart jagen sie nicht so geschickt wie ihre wilden Vorfahren. Ohnehin finden sie meist nur wenig Beute und können sich selbst und ihren Nachwuchs nicht dauerhaft ausreichend versorgen.

Kastration ist wichtig - landesweite Aktion vom 15. bis 27. Januar

Der Landesverband Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes startet deshalb auch in diesem Jahr vom 15. bis 27. Januar zum wiederholten Mal sein Projekt: Die landesweite Kastration von Katzen. Der wichtigste Effekt von Kastrationen ist, dass sich Katzen nicht unkontrolliert vermehren können. "Wenn möglichst alle Straßen- und Freigängerkatzen aus Privathaushalten kastriert werden, reduziert dies die Straßenkatzenpopulation nachhaltig", betont Landesvorsitzender Andreas Lindig. Damit sinkt die Zahl jener Katzen, die um ihr Überleben kämpfen müssen. Denn obwohl Straßenkatzen meist krank sind und in der Regel nicht so lange leben wie von uns gehaltene Tiere, bekommen sie ständig Nachwuchs, wenn sie nicht kastriert sind. Bereits mit etwa einem halben Jahr sind sie geschlechtsreif. Weibliche Katzen werden mehrfach im Jahr rollig, also bereit zur Paarung. Wenn die Tiere sich in dieser Phase paaren, bringt die Katze nach 63 bis 66 Tagen durchschnittlich vier bis sechs Jungtiere zur Welt. Die Überlebenschancen der Kleinen sind zwar gering, wenn sie auf der Straße geboren werden. Doch trotzdem wachsen die Katzenpopulationen stetig an, sofern der Mensch nicht eingreift.

16 Vereine nehmen teil

In diesem Jahr nehmen 16 Vereines des Landesverbandes an der Aktion teil. Hier können sich Besitzer von Freigängerkatzen oder Tierfreunde melden, die wild lebende Katzen versorgen. Mit Unterstützung des Tierärzteverbandes gibt es nach Antrag bei dem jeweiligen Verein einen Zuschuss zur Kastration.  

Mit dabei sind: 

Förderverein Eifeltierheim, TSV Bingen, TSV Koblenz, TSV Landkreis Kusel, TSV Ludwigshafen, TSV Mainz, "Mons & Tabor" Tierschutz Montabaur, Tierhilfe Obere Nahe, Tierheim und TSV Kreis Ahrweiler, TSV Schifferstadt und Umgebung, TSV Speyer, TSV Trier, TSV für den Kreis Altenkirchen, Menschen helfen Tieren Worms und TSV Waldfischbach-Burgalben. 

(Kontaktdaten zu allen Vereinen sind unter dem Menü-Punkt "Wir" zu finden)

 

Weitere Infos zum Thema Straßenkatzen hat der Tierschutzbund unter https://www.tierschutzbund.de/tiere-themen/haustiere/katzen/strassenkatzen  zusammengestellt.

 

 

DEUTSCHER TIERSCHUTZBUND
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