Fünf Millionen Euro für Tierheime

27.11.2020

Schon vor der Corona-Krise kämpften viele Tierheime in Deutschland um ihre Existenz. Der leidenschaftliche Einsatz für die Tiere geht oft psychisch, physisch, aber vor allem auch finanziell an die Substanz. (Foto: TSB)

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit  wird den deutschen Tierheimen 2021 mit fünf Millionen Euro unter die Arme zu greifen. Der Deutsche Tierschutzbund, der auf die Bereitstellung der Gelder im Bundeshaushalt hingearbeitet hatte, freut sich über das wichtige Signal.  Die ohnehin schwierige finanzielle Situation der Tierheime war zuletzt durch die Corona-Krise noch dramatischer geworden.

„Wir sind sehr dankbar, dass die Vertreter der SPD-Fraktion unseren Hilferuf im Namen der Tierheime erhört haben“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Fünf Millionen Euro werden natürlich bei Weitem nicht alles auffangen können, was seit Jahrzehnten fehlt. Die akute Not bleibt. Aber dass die SPD-Haushälter dieses Paket im Haushalt des Bundesumweltministeriums erkämpfen konnte und damit nun erstmals dringend nötige Gelder für die Tierheime aus dem Bundeshaushalt bereitgestellt werden, ist ein wichtiger Schritt, der uns unglaublich freut. Gerade in Corona-Zeiten verstehen wir das auch als Signal und Würdigung für die außerordentlichen Leistungen des praktischen Tierschutzes.“

Tierheime kämpfen um Existenz

Die finanzielle Situation der Tierheime ist derzeit insgesamt massiv problematisch. Schon vor der Corona-Krise kämpfte etwa die Hälfte der Tierheime in Deutschland um ihre Existenz. Die privaten Vereine als Träger der Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen stützen sich in erster Linie auf Spendengelder - obwohl sie durch die Betreuung und Versorgung von Fundtieren eigentlich öffentliche Aufgaben der Kommunen übernehmen. Diese erstatten den Vereinen allerdings in den seltensten Fällen die aufkommenden Kosten deckend zurück. Dringend notwendige Instandhaltungsarbeiten konnten deshalb über Jahre hinweg nicht durchgeführt werden. Schon lange fordert der Deutsche Tierschutzbund deshalb einen Sonderinvestitionstopf für dringende Maßnahmen in den Tierheimen, an dem sich Bund und Kommunen beteiligen sollten.In diesem Jahr fielen zusätzlich wichtige Spendengelder und Einnahmen aus Veranstaltungen weg.

Dem Deutschen Tierschutzbund sind über 740 Tierschutzvereine mit rund 550 vereinseigenen Tierheimen angeschlossen. 


Kontakt

Deutscher Tierschutzbund
Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.

Gotenstraße 39 / 54293 Trier
Tel. 06 51 5 37 98 / Fax 06 51 5 61 02 61
info(at)tierschutz-rlp.de

Login für Mitgliedsvereine